Ägypten - Das Land der Pharonen

Das Land der Pharaonen fasziniert noch heute Menschen auf der gesamten Welt. In Nordostafrika gelegen handelt es sich um eines der beliebtesten Reiseziele des Kontinents. Rund 13 Millionen Touristen reisten im Jahr 2019 nach Ägypten. Angelockt von den jahrtausendealten Baudenkmälern, den imposanten Pyramiden und der Großen Sphinx von Gizeh werden die Besuche an zahlreichen Stellen des Landes mit der Geschichte konfrontiert. Seien es die Gräber im Tal der Könige bei Luxor oder die hieroglyphenbedeckten Wände des Karnak-Tempels - Ägypten hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. In der Hauptstadt Kairo befinden sich die Muhammad-Ali-Moschee und das Ägyptische Museum.

Die Geschichte des Landes ist noch heute spürbar

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Die Geschichte des Alten Ägypten erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 3.000 Jahren. Dementsprechend reicht ist der Kulturschatz, der an das moderne Ägypten vererbt wurde. Zeitzeugen sind unter anderem die Pyramiden - wahre Meisterwerke der Baukunst. Die Ägypter verehrten eine Vielzahl an Göttern, wie die Sonnengötter, Erdgötter und Himmelsgöttinnen. Laut dem Glauben der Ägypter wurde der Himmel ausschließlich von weiblichen Gottheiten bewohnt. Einer der bekanntesten Götter ist der Sonnengott Re - er hat das Leben auf der Erde ermöglicht. Die Pyramiden sind ein Symbol des Totenkults der Alten Ägypter. Die Menschen glaubten, dass die Toten ihre Körper im Jenseits benötigen würden. In den Grabkammern wurden daher sowohl die Körper der Pharaonen als auch ihre wertvollsten Besitztümer aufbewahrt. Noch heute sind viele der Pyramiden erhalten geblieben: Rund 80 Pyramiden befinden sich in Ägypten. Die berühmteste ist die 140 Meter hohe Cheops-Pyramide bei Gizeh.

Die Cheops Pyramide bei Gizeh zieht unzählige Besucher aus aller Welt an

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Bei Gizeh befinden sich drei Pyramiden: Die Mykerinos-Pyramide, die Chephren-Pyramide und die Cheops-Pyramide. Das größte der drei Bauwerke ist die Cheops-Pyramide. Sie ist zugleich auch die älteste der Pyramiden. Erbaut als Grabmal für den ägyptischen König Cheops, entstand das Bauwerk etwa zwischen 2620 bis 2580 vor Christus. Die drei Pyramiden gelten als eines der sieben Weltwunder der Antike. Keines der übrigen Weltwunder der Antike ist bis heute erhalten geblieben. Doch auch an den Pyramiden hat der Zahn der Zeit genagt: Ursprünglich betrug die Höhe etwa 146,59 Meter, die Seitenlänge betrug 230,33 Meter. Heute weist die Pyramide eine Höhe von 138,75 Metern auf. Die Seiten des Bauwerks sind exakt in die vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Wie genau die Architekten gearbeitet haben, lässt sich erkennen, wenn man die Seitenlängen miteinander vergleicht: Die Abweichungen der Längen der vier Seiten beträgt unter einem Promille. Nach ihrer Erbauung präsentierte sich die Pyramide in einem besonders imposanten Kleid: Weißer Tura-Kalkstein bedeckte die Oberfläche. Im Mittelalter wurde diese Verkleidung nahezu leider vollständig abgetragen. Der ursprüngliche Eingang der Pyramide befindet sich an der Nordseite. Das Innere der Pyramide ist in ein Kammersystem unterteilt: Die Felsenkammer, die Königinnenkammer und die Königskammer sind die drei Hauptkammern der Pyramide. Weder der Leichnam des Pharaos noch Grabbeigaben wurden in der Pyramide gefunden. Es wird angenommen, dass die Schätze spätestens im Mittelalter zum Opfer gefallen sind.